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!!! AKTUELL: BOS konnte eine wichtige Hürde zum Erwerb eines Auswilderungsgebiets in Ost-Kalimantan nehmen!!!

24. August 2010, 11:09: Rehabilitierte Orang-Utans erhalten ein neues Zuhause in Kalimantan

Bereits mit der Bewilligung in der Hand, bereitet PT Orangutan Habitat Restoration Indonesia (RHOI) die Auswilderung von Orang-Utans in den Dschungel Borneos' vor, die über Jahre in Rehabilitierungsstationen gelebt haben. Das Forstministerium sprach RHOI eine Lizens für die Wiederherstellung eines 86'450 hektargrossen Gebiets (865 km2) einer ehemaligen Abholzungskonzession im Distrikt Ost-Kutai in Ost-Kalimantan zu, das als neue Heimat für rehabilitierte Orang-Utans genutzt werden soll. „Wir planen den Beginn der schrittweisen Freilassung ab spätestens April 2011", sagte der Vorsitzende der Borneo Orangutan Survival Foundation (BOSF), Togu Manurung, der Jakarta Post.

Derzeit leben 226 Orang-Utans in der Rehabilitierungsstation der BOSF in Ost-Kalimantan. BOSF gründete RHOI, als die Regierung nur einem Unternehmen erlaubte, einen Antrag für ein Ökosystem-Restaurierungsprojekt zu stellen. Laut Togu liegt das neue Gebiet 750 m über dem Meeresspiegel und ist reich an Baumarten, die Schutz und Nahrung für wilde Orang-Utans bieten. BOSF rehabilitiert zudem rund 612 Orang-Utan in ihrer Station in Zentral-Kalimantan. Togu sagte, der Beginn der Freilassung von Orang-Utans in Zentral-Kalimantan wird für November in Zusammenarbeit mit der Holzfirma PT Akhates Plywood erwartet. „Der Plan ist, im November rund 40 Orang-Utans zurück in den Urwald zu bringen, wenn im Wald die Fruchtsaison ist". Das Unternehmen beantragt derzeit ein weiteres, ca. 23'000 Hektar-grosses Gebiet in Ost-Kalimantan und 200'000 Hektar-grosses Gebiet in Zentral-Kalimantan.

Der Vorsitzende des BOSF-Stiftungsrats, Bungaran Saragih, versicherte, dass RHOI keine Bäume in seinem Konzessionsgebiet abholzen würde. „Wir haben uns dem Schutz der Orang-Utans verpflichtet. Sie brauchen den Wald. Sie haben schon zu lange in den Rehabilitierungsstationen gelebt," sagte er der Post am Samstag.

Bungaran Saragih, ehemaliger Forst- und Landwirtschaftsminister, räumte die hohen Kosten zum Schutz der Orang-Utans ein, deren Populationen dramatisch sinken, unter anderem wegen der Ausdehnung von Ölpalmplantagen und Bergbaugebieten. Er sagte, ROI werde über mindestens 2 Jahre die täglichen Aktivitäten der freigelassenen Orang-Utans in ihrem neuen Lebensraum überwachen, um sicher zustellen, dass sie in dem Gebiet überleben können. „Wir müssen den Orang-Utan Überlebensfähigkeiten für die Wildniss beibringen. Einige von ihnen leben schon etwa 9 Jahre in der Rehabilitierungsstation." Die Regierung gelobt, jeden Orang-Utan in Wälder freizulassen. In den letzten 35 Jahren starben rund 50'000 Orang-Utans aufgrund von Abholzung, wie Regierungsdaten zeigen. Etwa 90% der Orang-Utans leben in Borneo und Sumatra. Schätzungsweise gibt es 6'667 Orang-Utans in Sumatra, vor allem im Leuser Ökosystem, und 54'567 in Kalimantan, dem indonesischen Teil Borneos'.

Die verbleibenden 10% leben in Sabah und Sarawak, Malaysien. Gemäss der Weltnaturschutzorganisaiton (IUCN) wird die im indonesischen Teil von Borneo vorkommende Orang-Utan-Spezies als vom Aussterben bedroht eingestuft. Die auf Sumatra vorkommende Orang-Utan-Spezies gilt sogar als kritisch vom Aussterben bedroht.

-- The Jakarta Post, Jakarta | National

 

Die Borneo Orangutan Survival (BOS) Foundation in Indonesien ist die grösste Primatenschutzorganisation weltweit mit derzeit rund 800 Orang-Utans in ihren beiden Auffangstationen auf Borneo. BOS rettet wilde Orang-Utans aus Ölpalmplantagen und bereitet beschlagnahmte junge Orang-Utan-Waisen auf die Wiederauswilderung vor, die aufgrund der massiven Zerstörung des Regenwaldes für die Anlage von Ölpalmplantagen ihren Lebensraum verloren haben. BOS schützt ausserdem das 3'770 km2 grosse, intakte Mawas-Regenwaldgebiet mit rund 3'000 wilden Orang-Utans und betreibt ein Wiederaufforstungsprojekt zum Schutz der Artenvielfalt und speziell der Orang-Utans. BOS hat sich dem langfristigen Schutz der Orang-Utans und ihres Lebensraums auf Borneo, Indonesien, verpflichtet und ist dazu vollständig auf Spendengelder angewiesen. BOS Schweiz unterstützt die BOS Foundation in Indonesien dabei aktiv durch das Einwerben von Spendengeldern und Öffentlichkeitsarbeit.

 

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