Orang-Utan-Schutz ist Klimaschutz - MAWAS
Das Mawas-Gebiet ist das bislang grösste BOS-Projekt in Borneo. Es umfasst ein 377'000 Hektar (3'770 km2) grosses Tieflandregenwald-Gebiet in der Provinz Zentral-Kalimantan. "Mawas" bedeutet in der Sprache der einheimischen Bewohner, der Dayak, Orang-Utan. Die Region ist die Heimat einer der letzten grossen Orang-Utan-Populationen von rund 3'000 Tieren sowie vieler anderer bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
Tieflandregenwälder sind für das Weltklima von grosser Bedeutung. In den bis zu 20 Meter tiefen Torfböden sind riesige Mengen Kohlendioxid gespeichert, die bei Rodungen und Entwässerung freigesetzt werden. Allein der Sumpfboden des Mawas-Gebiets speichert ca.1,2 Gigatonnen CO2. Zum Vergleich: Ende 2006 emittierte die Schweiz etwa 60 Mio. Tonnen CO2-Equivalente im Inland und 40 Mio. Tonnen im Ausland. Im Falle von Brandrodung oder illegaler Entwaldung beträgt der Schaden im Mawas-Gebiet aus Sicht des Klimaschutzes geschätzte 4.5 Milliarden CHF. Es lohnt sich also, das Mawas-Gebiet für vergleichsweise wenig Geld zu erhalten.