1999 gründete die Dänin Lone Droscher Nielsen mit Hilfe der BOS Foundation die Orang-Utan-Auffangstation Nyaru Menteng mit dem Ziel, beschlagnahmte Orang-Utans wieder auszuwildern und damit die Borneo Orang-Utans langfristig zu erhalten und zu schützen. Nyaru Menteng liegt 28 km entfernt von Palangkaraya, der Hauptstadt Zentral-Kalimantans. Das Zentrum befindet sich im Nyaru-Menteng-Arboretum, einem 62,5 ha großen Tiefland-Torfwald. Auf einem 1,5 ha großen eingezäunten Gebiet gibt es eine Klinik, eine Quarantäne-Station und Sozialisierungskäfige. Am äussersten Ende des Arboretums leben Orang-Utans im "Midway-House", einer Zwischenstation vor der Auswilderung. Die Nahrungsbedingungen dort und die Abgeschiedenheit sind perfekt für die jungen Tiere.
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Die Station wurde als Reaktion auf die verheernden Waldbrände in Borneo 1997/8 gegründet, als sehr viele vor allem junge Orang-Utans zu BOS gebracht wurde. Die Stiftung konnte so viele neue Tiere nicht versorgen. Es brauchte eine neue Station. Noch heute kommt in manchen Zeiten jeden Tag ein neues Baby oder Jungtier auf die Station. Die vielen Neuzugänge brachten die Station immer wieder an ihre Kapazitätsgrenze. Im Jahr 2005 wurde Nyaru Menteng II gegründet. Hier befindet sich neben neuen Sozialisierungskäfigen ein 50 ha grosser Trainingswald. In Nyaru Menteng II leben die "wilden" Orang-Utans, die von BOS aus Ölpalmplantagen und Abholzungsgebieten gerettet wurden.
Derzeit haben über 100 wilde Orang-Utans dort vorübergehend eine Zuflucht gefunden. Diese ausgewachsenen Tiere, einige von ihnen sind Mütter mit ihrem Baby, stehen unter extremem körperlichem und seelischem Stress. Sie sind ein Leben in Gefangenschaft nicht gewöhnt und es ist ein besonderes Anliegen von BOS, diese Tiere schnellstmöglich in die Freiheit zu entlassen.
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