Borneo Orangutan Survival (Schweiz)
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Ölpalmplantagen


Palmöl ist Bestandteil von zahlreichen Produkten des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittel, Fast-Food, Kosmetika und Waschmittel, und einer der Hauptgründe für die rasant voranschreitende Vernichtung des Regenwaldes in Indonesien. Der Verbrauch von Palmöl steigt dramatisch, vor allem als zukünftige Energiequelle in Form von so genanntem Agrartreibstoff oder auch „Biosprit" oder „Biodiesel". Die rapide Ausbreitung von Ölpalmplantagen als Monokulturen ist ursächlich für die Fragmentierung und den Verlust des Lebensraumes des Orang-Utans. In den bei der Abholzung verbleibenden Waldinseln finden die Tiere auf Dauer nicht mehr genügend Nahrung und wagen sich schliesslich vor Hunger auf die neu angelegten Plantagen, um dort die Palmsetzlinge zu fressen. Oft kommt es dann zu einem Konflikt zwischen den Plantagenarbeitern und den Tieren, zumal viele Unternehmen Orang-Utans als Plage betrachten und ihren Arbeitern sogar Prämien für den Abschuss zahlen. Bis zu 100 CHF ist ein Orang-Utan wert - viel Geld für die unterbezahlten Arbeiter.


Für die Palmöl-Unternehmen ist der Holzhandel aus der Abholzung eine gute Möglichkeit, die ersten Jahre nach Anlage der Plantagen wirtschaftlich zu überbrücken, wenn noch kein Öl geerntet werden kann. Daher werden die Plantagen bevorzugt in Regenwaldgebieten angelegt, die zuerst gerodet werden müssen.
Lösungsvorschläge zielen darauf ab, Waldschutzgebiete zu etablieren, die lokale Bevölkerung in Regenwaldschutzmassnahmen zu integrieren und einen Beitrag zu leisten, die indonesische Umweltschutzgesetzgebung zu stärken. Auch sollen Unternehmen motiviert werden, ihre Plantagen in bereits abgeholzten Gebieten anzulegen.


Land- und Bodenrechtskonflikte sind ein weiteres, sich aus der Situation ergebendes Problem. Kleinbauern werden gewaltsam oder illegal von ihrem Land vertrieben. Oder ihre Besitzansprüche an das Land werden nicht anerkannt. Dort, wo Konzessionen an Palmölunternehmen vergeben wurden, ist oft nicht mit Schadensersatzzahlung für die betroffene Bevölkerung zu rechnen.


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