Borneo Orangutan Survival (Schweiz)
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Rettung & Rehabilitation

Die BOS Foundation ist die grösste Primatenschutzorganisation der Welt, mit derzeit rund 850 Orang-Utans in ihrer Obhut. BOS rettet einerseits wilde, meist erwachsene Orang-Utans aus Ölpalmplantagen und bereitet andererseits aus illegaler Haltung bzw. dem illegalen Handel beschlagnahmte, meist junge Orang-Utans auf ihre Auswilderung vor. Wilde Orang-Utans aus Ölpalmplantangen werden nach einer Quarantänephase schnellstmöglich in geeignete und geschützte Gebiete umgesiedelt.

Seit Jahrzehnten gibt es in Indonesien ein Gesetz, das die Jagd, den Handel und den Besitz geschützter Arten verbietet. Auch international sind Orang-Utans geschützt. Trotzdem ist beides weiterhin ein grosses Problem.

Die BOS Foundation unterstützt die lokale Forstpolizei bei der Beschlagnahmung von illegal gehaltenen Orang-Utans. Die Tiere werden in eine der beiden Rettungsstationen Nyaru Mentengund Samboja-Wanariset von BOS gebracht.

Rehabilitationsprozess

In Nyaru Menteng und Samboja-Wanariset durchlaufen die Orang-Utans ein mehrjähriges Trainingsprogramm. Die Tiere müssen alle Fähigkeiten erlernen, die nötig sind, um später selbständig im Regenwald zu überleben. Der Rehabilitationsprozess ist abhängig von Alter, Biographie, Persönlichkeit und Entwicklungsstand jedes einzelnen Orang-Utans und kann daher stark variieren.

Quarantäne und Klinik

Neu angekommene Orang-Utans werden in den Rehabilitierungsstationen zunächst tierärztlich untersucht und behandelt. Einige Tiere leiden an Infektionen, die auch vom Menschen übertragen werden können, und müssen rund um die Uhr medizinisch versorgt werden. Ausserdem werden von jedem Tier Fingerabdrücke, Nagel-, Blut- und Haarproben für genetische Tests genommen. Ein Mikrochip wird zur Wiedererkennung unter die Haut eingesetzt. Zeigen die Tiere während der mehrwöchigen Quarantäne keine Erkrankungen, werden sie in die schon bestehenden Orang-Utan-Gruppen integriert.

Auf diesen Bildern sehen sie Besty, wie sie gehalten wurde - am Rand eines Holzfällercamps in einem abgeholzten Gebiet - und zwei Monate nach ihrer Ankunft auf Nyaru Menteng. Besty ist heute ein gesundes, junges Orang-Utan-Weibchen mit einer echten Chance, eines Tages wieder im Regenwald zu leben.

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