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Warum stellt unter gleichen Umweltbedingungen eine Orang-Utan-Population präzise Werkzeuge her, um Samen aus einer Frucht zu entfernen, die von rasiermesserscharfen Haaren geschützt wird, während eine andere diese Früchte ignoriert? Weshalb verstärken einige Populationen bestimmte Ruflaute durch Blätter, andere durch flache Hände und wieder andere durch trompetenartig geballte Hände, während nochmal andere Populationen dieses Verhalten gar nicht zeigen? Diese Unterschiede weisen auf die Existenz von Kultur bei Orang-Utans hin. Unsere Untersuchungen an wilden Orang-Utans brechen damit unser altes Konzept von Kultur auf, das diese als rein menschlich versteht. Stattdessen scheint sich menschliche Kultur auf einem Fundament weiterentwickelt zu haben, das schon von Menschenaffen gelegt wurde. Menschliche Kultur entstand also nicht aus dem Nichts heraus.
Einst waren Orang-Utans in ganz Süd-Ost-Asien verbreitet; heute sind sie akut vom Aussterben bedroht. Wir verlieren das Rennen gegen die Zeit. Ist eine Kultur einmal verloren, kann es Jahrzehnte oder Jahrhunderte dauern, bevor sie wieder erfunden wird. Wir Menschen sind in einzigartiger Weise fähig, über uns selbst und andere Arten nachzudenken. Die Erforschung des Verhaltens von Orang-Utans hilft uns, uns selbst zu verstehen und zu erkennen, wie nah uns Menschenaffen sind, aber auch was uns unterscheidet.
Die indonesische BOS Foundation setzt sich seit über 10 Jahren intensiv für das langfristige Überleben der Orang-Utans auf Borneo ein. BOS Schweiz unterstützt die Foundation dabei ideell und finanziell. Helfen Sie uns, die Orang-Utans zu erhalten. Bitte unterstützen Sie BOS Schweiz.
Prof. Dr. Carel van Schaik, Anthropologisches Institut und Museum, Universität Zürich
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Ich unterstütze BOS Schweiz, weil ich seit meiner Kindheit Orang-Utans kenne und liebe. Als kleiner Junge bin ich mit einem Orang-Utan aufgewachsen. Ich kenne diese Tiere sehr gut. Sie sind aufmerksam und klug, manchmal frech, aber immer berührend. Niemals darf man sie in einen Verschlag wegsperren, denn das zerstört sie. BOS holt illegal gehaltene Orang-Utans aus ihrem Gefängnis, versorgt sie und bringt sie zurück in ihre Heimat, den indonesischen Regenwald. BOS schützt den Wald vor Abholzung, Brandrodung und Wilderei. BOS gibt den Orang-Utans ihre Würde zurück. Unterstützen auch Sie BOS dabei, die Orang-Utans und ihren Lebensraum langfristig zu erhalten.
Rolf Knie, Künstler, Inhaber Salto Natale
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Die DNA von uns Menschen und Orang-Utans ist zu fast 98% identisch. Orang-Utans zählen damit zu unseren engsten Verwandten unter allen Arten. Und wir zu ihren. Wir haben gemeinsame Vorfahren. Das wissen wir.
Doch wenn wir in ihre Augen sehen, dann spüren wir, wie nah wir uns sind. Dann blickt uns ein Wesen an, das zu den intelligentesten dieser Welt gehört. Das Probleme basierend auf rationalen Entscheidungen löst, kreativ und erfinderisch dabei ist und sich Werkzeuge baut. Das ein herausragendes räumliches und zeitliches Gedächtnis hat und über Ansätze von Kultur verfügt.
Das seine Kinder liebt und zärtlich mit ihnen spielt. Das nach seiner Geburt erst über viele Jahre lernen muss, wie man im Leben zurecht kommt. Das Humor besitzt und anderen gerne mal einen Streich spielt. Das lange um die Gunst seiner Angebetenen wirbt. Ein Wesen, das uns lehrt, woher wir einst kamen.
Einst gab es sie zu Millionen. Heute stehen sie vor dem Aussterben. Ich kämpfe mit andern Menschen dafür, dass Orang-Utans auch in Zukunft in grossen Zahlen die einzigartigen Wälder Borneo's durchstreifen. Deshalb unterstütze ich die Arbeit von BOS Schweiz. Bitte tun Sie es auch.
Dr. phil. Sonja A. Buholzer, Unternehmerin, Zürich