Greta – eine kleine Perle in Nyaru Menteng

Greta hat noch einen langen Weg vor sich, bevor sie eines Tages in den Regenwald

Greta in der BOS-Quarantänestation (Bild: BOS Foundation)

Am 18. Februar rettete das BOS-Team ein 6 Monate altes, noch namenloses Orang-Utan-Baby. Ein weiteres Waisenkind, dessen Mutter höchstwahrscheinlich getötet wurde. Die BOS-Foundation startete Anfang März einen Aufruf. Unterstützerinnen und Unterstützer international suchten nach einem Namen für die jüngster Bewohnerin der BOS-Rettungsstation Nyaru Menteng. BOS Schweiz sammelte auf besondere Weise Namensvorschläge: Kinder, die an unseren Orang-Utan-Workshops teilgenommen hatten, durften Vorschläge abgeben. Die jungen Orang-Utan-Retterinnen und -Retter sprudelten nur so von Ideen! 26 Namensnennungen übermittelten wir nach Indonesien. 

 

Von den zahlreich eingereichten Vorschlägen, wählte das BOS-Team den Namen Greta. Der Name deutschen Ursprungs bedeutet «Perle» und ist zugleich auch ein Verweis auf die junge schwedische Aktivistin Greta Thunberg und ihr unermüdliches Engagement gegen den Klimawandel.

 

Langsames Ankommen im neuen Zuhause

Nach ihrer Rettung durch die Naturschutzbehörde BKSDA, kam Greta am 18. Februar in die BOS-Rettungsstation Nyaru Menteng. Das damals hilflose Orang-Utan-Baby wirkte erschöpft, apathisch und war sehr schwach. Die medizinische Erstuntersuchung von Greta führte eine alte Fraktur ihres Armes zu Tage, die aber glücklicherweise von selbst gut geheilt war.

 

Nach einem Monat intensiver Pflege erholt sich das Orang-Utan-Baby langsam von den durchlebten Strapazen und macht rasch Fortschritte. Sie ist heute viel lebendiger und gewinnt täglich mehr Selbstvertrauen. Es ist schön zu sehen, wie sich Greta an ihr neues Zuhause und an ihre menschlichen Ersatz-Mütter gewöhnt.

 

Langsames Ankommen im neuen zu Hause

Lieber im Arm statt am Ast

Greta ist heute ca. 7 Monate alt und wiegt 2.9 kg – ein normales Gewicht für ein Jungtier ihres Alters. Nur mit den altersgerechten Kletterfähigkeiten hapert es beim Neuankömmling noch. Anstatt das Klettern zu üben, bevorzugt Greta gemütlich zu schaukeln oder in den Armen der Ersatz-Mütter zu kuscheln. Dank der Geduld und Pflege der Babysitterinnen beginnt sie langsam, sich gewisse Grundfähigkeiten und ein natürliches wildes Verhalten anzueignen. 

[[youtube url=https://youtu.be/T87N3mCJa5Y]]

Greta hat noch einen langen Weg vor sich

Greta geniesst es, unter der aufmerksamen Aufsicht der Babysitterinnen draussen zu spielen und sich auf dem Gelände der Waldschule in der Nähe der Quarantänestation auszutoben. Sie kann sich jetzt selbständig an Ästen festhalten und lässt sich schon ganz schön cool davon herunterhängen. Und, wenn sie ganz mutig ist, probiert sie sogar ein paar junge Blätter. Wie alle Baby-Orang-Utans trinkt Greta am liebsten Milch. Auch weiche Früchte isst sie gerne, was für eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung sehr wichtig ist. 

 

Die nächsten zwei Monate muss Greta noch auf der Quarantänestation verbringen. Erst wenn sichergestellt ist, dass sie bei bester Gesundheit ist, kann sie in den Kindergarten wechseln, wo sie hoffentlich bald gleichaltrige Freunde findet. Greta hat noch einen langen Weg vor sich, bevor sie eines Tages in den Regenwald zurückkehren kann. Doch wie es zur Zeit aussieht, ist sie bei BOS gut auf diesen ereignisreichen Weg gestartet. 

 

Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg auf deinem Weg, kleine Greta.


Ihre Patenschaft für eine langfristige Betreuung und Pflege

Viele Orang-Utans brauchen dringend unsere Unterstützung. Sie helfen mit einer Patenschaft die langfristige Betreuung und Pflege von geretteten Orang-Utans zu finanzieren: 

  • ihre Versorgung mit Nahrung und Medikamenten,
  • ihre Vorbereitung auf ein Leben in Freiheit und
  • die Rettung von weiteren Orang-Utan-Jungtieren in Not.