Welt-Primaten-Tag: Wir müssen handeln!

Nahaufnahme eines Orang-Utan-Gesichts

© Björn Vaughn | BOS Schweiz | BOS Foundation

Der 1. September steht im Zeichen der Primaten. Der Welt-Primaten-Tag wurde 2005 ins Leben gerufen und wird seither von zahlreichen Artenschutzorganisationen unterstützt. Er soll auf einen gravierenden Umstand aufmerksam machen, denn: Von den über 500 Primatenarten sind laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) weltweit schätzungsweise 60 Prozent vom Aussterben bedroht. Wir müssen jetzt handeln, uns bleibt nicht mehr viel Zeit, diese Populationen zu retten.

Alle Arten von Menschenaffen, einschliesslich die drei Orang-Utan-Arten, sind gefährdet oder gar akut vom Aussterben bedroht. BOS setzt sich unermüdlich für die Rettung der letzten Borneo-Orang-Utans ein. Diese sind oftmals in einem schlimmen Zustand, nachdem sie brutal aus dem Regenwald vertrieben, als Haustiere gehalten oder zur Unterhaltung ausgebeutet worden sind. In den beiden BOS-Rettungsstationen – Nyaru Menteng in Zentral-Kalimantan und Samboja Lestari in Ost-Kalimantan – werden diese geretteten Tiere gepflegt, versorgt und durch einen umfassenden, jahrelangen Rehabilitationsprozess geführt, sodass sie eines Tages in ihre Heimat zurückkehren und dort wild leben können.

 

Eine Bedrohung für uns alle

 

Die sinkende Zahl der bedrohten Primatenarten wirkt sich auch negativ auf unsere Umwelt aus, da alle von ihnen eine jeweils einzigartige Rolle in verschiedensten Ökosystemen spielen. Haben Sie gewusst, dass die Orang-Utans als Schirmspezies eine zentrale Bedeutung für den Regenwald spielen – und so auch unser Weltklima positiv beeinflussen? Vom Menschenaffen bis zur winzigen Ameise leben dank der reichen Nahrungsressourcen im Regenwald unzählige Tierarten friedlich nebeneinander. Die meisten von ihnen übernehmen durch ihre Lebensweise wichtige Aufgaben: Die Orang-Utans beispielsweise hangeln sich hoch oben in den Baumkronen von Ast zu Ast und sorgen durch ihr Körpergewicht dafür, dass morsche und alte Äste abbrechen. So schaffen sie Licht für junge, gesunde Triebe.

 

Auch zum Bau ihrer Schlafnester benutzen sie überwiegend brüchiges und altes Material, wodurch sie ihren «Garten» aufräumen und pflegen. Zudem stehen auf dem Speiseplan der Waldmenschen vor allem Früchte. Ihre Ausscheidungen sind zentral, wenn es um den Erhalt des Ökosystems geht – denn Samen, die den Verdauungstrakt der Orang-Utans durchwandert haben, keimen später besser. Die roten Menschenaffen tragen so zum Artenreichtum des Regenwaldes bei und sichern sich wiederum ihre zukünftigen Nahrungsquellen.

                       

Gemeinsam schaffen wir Veränderung

 

Trotz der Herausforderungen, denen wir als Artenschutzorganisation gegenüberstehen, blicken wir optimistisch in die Zukunft und sind dankbar für die grosse Unterstützung, auf die wir zählen dürfen. Setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen: Machen Sie sich für eine nachhaltige Zukunft stark, in der auch kommende Generationen die wunderbare Vielfalt der Primaten erleben dürfen.

 

Tragen Sie mit der Unterstützung unserer Aufforstungskampagne One-Tree-One-Life zum Arten- und Regenwaldschutz auf Borneo bei oder helfen Sie mit einer Patenschaft, Orang-Utan-Waisen auf ein Leben in der Wildnis vorzubereiten.

Herzlichen Dank!  

Baumsetzling wird gepflanzt
Möchten auch Sie aktiv etwas gegen die Zerstörung des Regenwaldes unternehmen? Dann erwerben oder verschenken Sie für 7.65 Franken einen Baum (Setzling + 5 Jahre Pflege) oder gleich einen ganzen Regenwald.
Jetzt Gotte oder Götti werden und einen Orang-Utan-Waisen auf seinem Weg in die Freiheit begleiten. Bereits 25 Franken im Monat helfen, gemeinsam Grosses zu erreichen.
Visual Orang-Utan-Patenschaft: Gotte oder Götti in Sicht?
Orang-Utan mit Babysitterin
Ab 60 Franken im Jahr unterstützen Sie als Fördermitglied die Arbeit von BOS Schweiz und damit die Rettung, Rehabilitation und Auswilderung von Orang-Utans, den Schutz und Erhalt des Regenwaldes sowie unsere Aufklärungs- und Bildungsprojekte in der Schweiz.