Bildungsprogramm

Drei junge Orang-Utans

In der Schweiz leistetet BOS Schweiz seit mehreren Jahren wichtige Aufklärungs- und Bildungsarbeit: 2017 entwickelte und lancierte BOS Schweiz in Zusammenarbeit mit Studentinnen der Pädagogischen Hochschule ein eigenes Bildungsprogramm für Kinder.

 

Als zukünftige Generation werden diese mit den negativen Folgen des Artensterbens, der Regenwaldzerstörung und des damit einhergehenden Klimawandels konfrontiert sein und müssen deshalb über das notwendige Wissen verfügen, rücksichtsvoll und nachhaltig mit natürlichen Ressourcen umzugehen. 

Bildungsarbeit in der Schweiz

Im Mittelpunkt unserer Bildungsarbeit stehen die Fragen: Inwiefern betreffen die Zerstörung des indonesischen Regenwaldes und die Bedrohung der Orang-Utans auch uns hier in der Schweiz? Und welche Möglichkeiten haben bereits die Kinder (und ihr Umfeld) im Schweizer Alltag, sich für den Arten-, Regenwald- und Klimaschutz zu engagieren? 

In unseren Kinderworkshops mit dem Titel «Abenteuerreise zu den Orang-Utans» begleiten die Kinder die Orang-Utans Pongo und Papaya, zwei Bilderbuchprotagonisten, auf ihrem Weg durch den Regenwald. Die Kinder lernen die Idylle des intakten Regenwaldes kennen, erfahren aber auch, was eben diesen und seine Bewohnerinnen und Bewohner bedroht. Die grossen Themen Artenschutz, Regenwaldschutz und Klimaschutz am Beispiel der Orang-Utans aufzuzeigen und die Geschichten einzelner Tiere zu erzählen hilft, die Komplexität der Themen kindgerecht zu fokussieren. 

Das Schicksal der Orang-Utan-Waisen in den BOS-Rettungsstationen, welche im Baby-Haus, Waldkindergarten und in der Waldschule jahrelang auf ein Leben in der Freiheit vorbereitet werden, berührt die Kinder. Sie erkennen Parallelen zu ihrem Schulalltag und bauen auch auf Grund der engen genetischen Verwandtschaft und dem kindlichen, verspielten Verhalten der Orang-Utans eine starke emotionale Bindung zu den Tieren auf. 

Viele Kinder bringen bereits ein grosses Orang-Utan-Vorwissen mit, auch zu den Gefahren, denen die akut vom Aussterben bedrohte Art ausgesetzt ist. Wir holen in unseren Workshops bestehendes Wissen ab und vermitteln und vertiefen neues Wissen auf kreative und vielseitige Art und Weise. Besonders wichtig ist uns, dass am Ende der bewegenden Abenteuerreise zu den Orang-Utans ein Happy End steht: Die Auswilderung von Pongo und Papaya.


Im Grossraum Zürich führen wir die Kinderworkshops seit 2017 erfolgreich durch. Seit Herbst 2018 sind die Workshops Teil der offiziellen Ferienkurse der Stadt Zürich. Die Kurse werden als Halbtageskurse (oder als Ganztagesworkshops inkl. Kletterkurs) angeboten. Bei Kindern, Eltern und Bildungsverantwortlichen stossen die Orang-Utan-Workshops auf sehr grosses Interesse. Die Kurse sind jeweils in wenigen Minuten ausgebucht, mit über 100 Kindern auf der Warteliste. 

 

Kontakt

Porträt von Ursula Ledergerber, Leiterin Sponsoring und Bildungsarbeit

Ursula Ledergerber, Leiterin Sponsoring und Bildungsarbeit

Unser Ziel ist es, die Kinderworkshops mittelfristig in der ganzen Schweiz und für alle interessierten Kinder anzubieten. Damit wir dieses ambitionierte Ziel erreichen, sind wir dringend auf finanzielle Hilfe angewiesen. Möchten Sie sich privat oder mit Ihrem Unternehmen gemeinsam mit uns für die heranwachsende Generation engagieren? Dann nehmen Sie gerne mit unserer Bildungsverantwortlichen Ursula Ledergerber Kontakt auf.

 

Ursula Ledergerber per E-Mail kontaktieren

 

 

                                                     

Bildungsarbeit in Indonesien

Unsere Bildungsprojekte in Indonesien umfassen:

 

  • Massnahmen in den Bereichen Umwelt-, Natur- und Artenschutz (zum Beispiel Workshops zur Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung für die ökologische Bedeutung der Orang-Utans oder für eine nachhaltige, ökonomische Nutzung des Regenwaldes)
  • Weiterbildungsprogramme zur Verbesserung der Einkommenssituation

 

Unsere Aktivitäten im Bildungsbereich richten sich vor allem an benachteiligte Gruppen, wie beispielsweise Angehörige der Dayak Wehea (eine Ethnie, die um ihre rechtliche Anerkennung und Landrechte kämpft). Ausserdem fördern wir gezielt junge Menschen, die zunehmend mit der Darstellung von materiellem Wohlstand in Kontakt kommen und als Reaktion darauf ihre eigene Kultur als rückständig betrachten. Unsere Aktivitäten im Bereich Umweltbildung richten sich insbesondere an Menschen, die nahe oder in Orang-Utan-Verbreitungsgebieten leben. Sie sollten am besten schon im Kindes- oder Jugendalter für die ökologische Bedeutung der Orang-Utans, deren Wiederansiedelung, den Arten-, Natur- und Umweltschutz sensibilisiert werden.

Gruppenbild in einer Schulgruppe in Indonesien